Die Bevölkerungsschutzdidaktik ist nach Karl (2026) ein Teilbereich der Bevölkerungsschutzpädagogik. Sie befasst sich mit der didaktischen Gestaltung, Vermittlung und Evaluation von Lern- und Bildungsprozessen im Bevölkerungsschutz. Ihr Ziel ist es, Wissen, Einstellungen und Handlungsfähigkeiten zur Selbsthilfe, Gefahrenwahrnehmung, Vorsorge und Krisenbewältigung in der Bevölkerung aufzubauen und zu fördern.
Sie entwickelt Konzepte und Methoden, um Bürgerinnen und Bürgern risikokompetentes, verantwortungsbewusstes und solidarisches Handeln zu ermöglichen – etwa in Schulen, Bildungsinitiativen oder öffentlichen Kampagnen zur Stärkung von Eigen- und Fremdhilfefähigkeiten.
Komplementär zur Bevölkerungsschutzdidaktik, die auf die einen umfassenden Ansatz abzielt, steht die Katastrophenschutzdidaktik, die das professionelle Lernen und Handeln von Einsatz-, Führungs- und Ausbildungskräften im Katastrophenschutz erforscht. Beide Felder sind innerhalb der Bevölkerungsschutzpädagogik verortet und tragen gemeinsam zur Entwicklung einer resilienzorientierten Sicherheits- und Lernkultur bei.
Karl, C. (2026). Kompetenzorientierung im Katastrophenschutz: Entwicklung eines organisationsübergreifenden Kompetenzrahmens am Beispiel von Hochwassereinsätzen. report fachdidaktik bau:technik. online verfügbar


