Weihnachten digital 2025: Was sich seit meiner letzten Weihnachtsgeschichte verändert hat

Beitragsart: Analyse

Weihnachten digital im Jahr 2025. Klingt neu, ist es aber nicht. Als ich im Dezember 2024 meine „etwas andere Weihnachtsgeschichte” als Kindle e-book angeteasert habe, war das eigentlich ein Experiment: eine persönliche, leicht überzeichnete Erzählung darüber, wie digitale Technologien unseren Alltag sogar am Heiligabend prägen. Ein Jahr später zeigen mir Amazon und die Google Search Console: Genau diese Geschichte wird wieder verstärkt gelesen. Offenbar triggert das Thema „Weihnachten digital” einen Nerv.

2025 fühlt sich digital anders an als noch vor einem Jahr. Die Digitalisierung, allen voran KI, ist im Alltag angekommen, Smart-Home-Systeme sind erwachsener geworden, hybride Arbeitsmodelle sind zur Normalität geworden und gleichzeitig wächst bei vielen Menschen der Wunsch nach digitalen Grenzen, Ritualen und auch Innehalten.

In diesem Beitrag blicke ich zurück auf meine Weihnachtsgeschichte von 2024 und schaue nach vorn: Was hat sich verändert? Wo stehen wir Ende 2025 und zwar technisch, gesellschaftlich und auch ganz persönlich?

Was 2024 schon da war – und 2025 nicht mehr wegzudenken ist

In meiner Weihnachtsgeschichte von 2024 ging es im Kern um einen Spannungsbogen: Zwischen Verbundenheit (Familie, gemeinsame Rituale) und Vernetzung (Chats, Social Media, Smart Devices). Falls Sie die Geschichte noch nicht kennen: Hier geht es zum Beitrag von 2024: Weihnachten digital – die etwas andere Weihnachtsgeschichte.

Seitdem hat sich einiges weiterentwickelt:

  1. KI ist vom „Wow!” zur Routine geworden: Text-, Bild- und Sprachmodelle unterstützen inzwischen ganz selbstverständlich im Büro, im Studium und zu Hause. Für Weihnachten bedeutet das zum Beispiel, dass Geschenkideen mit KI geplant, Weihnachtsgrüße mit KI geschrieben oder übersetzt und teils sogar mit generierten Bildern versehen werden.
  2. Smart Home ist weniger Spielerei, mehr Infrastruktur: In meinen Beiträgen zu Smart-Home-Systemen und Open-Source-Lösungen wie openHAB habe ich gezeigt, wie sich das Zuhause Schritt für Schritt automatisieren lässt. Vom Licht über die Heizung bis zur Beschattung. Heute steuern viele Menschen ihre Weihnachtsbeleuchtung, die Raumtemperatur und sogar die Bewässerung des Gartens automatisiert. Und das nicht, um „alles digital” zu machen, sondern um Energie zu sparen, Komfort zu erhöhen und Zeit für anderes zu gewinnen.
  3. Arbeit, Lernen und Leben sind noch stärker verschränkt: In meinem Beitrag über hybride Arbeitsmodelle, das Flex Desk Konzept und die Einflüsse von Co-Working Spaces auf die Immobilienbranche habe ich beschrieben, wie sich Arbeitsräume und -kulturen verändern. Und zwar hin zu flexiblen, kreativen Umgebungen mit viel digitaler Unterstützung. 2025 ist Homeoffice für viele längst Bestandteil der Normalität und damit landet die Arbeitswelt auch an Weihnachten näher am Wohnzimmertisch als noch vor ein paar Jahren.

Weihnachten digital 2025: Drei Beobachtungen

Das Haus als Mitspieler: Smart Home zwischen Komfort und Kontrollverlust

Passend zu diesem Beitrag

In vielen Haushalten ist das Zuhause inzwischen ein vernetztes System: Heizung, Rollläden, Weihnachtsstern im Fenster oder die Lichterkette bei uns im Garten und einiges mehr. Vieles läuft über Automationen. Für mich als Bauingenieur ist das eine spannende Entwicklung: Gebäude werden immer mehr zu aktiven Systemen, die auf Daten und Nutzende reagieren.

Doch bleibt für mich noch immer dieselbe Frage wie 2024:

Dienen uns diese Systeme wirklich noch oder

bestimmen sie bereits unseren Alltag?

  • Wenn die Heizungs-App meldet, dass das Wohnzimmer zu kühl ist, stellen wir die Temperatur dann hoch, obwohl wir eigentlich Energie sparen wollten?
  • Wenn das Licht automatisch dimmt nutzen wir das wirklich als Chance um zur Ruhe zu kommen, oder greifen wir sofort wieder zur App, um das System “perfekt” einzustellen?

Gerade an Weihnachten kann ein bewusster und reflektierter Umgang helfen Automationen zu nutzen, um Stress zu reduzieren, nicht um noch mehr optimieren zu wollen. Zugegeben, ich schreibe das, damit ich mich auch selbst mal dran halte ;-).

Zur Vertiefung empfehle ich meine Beiträge rund um das vernetzte Zuhause, zum Beispiel zum Einstieg in Smart Buildings und die digitale Transformation und Smart Home für Einsteiger: Worauf Sie achten sollten.

KI als stilles Helferlein: Geschenke, Grüße und Geschichten

2025 ist KI im Kontext von Weihnachten fast überall angekommen:

  • Herausfinden von sinnvollen Geschenkideen.
  • Textbausteine für Weihnachtsmails im Unternehmen.
  • Übersetzungen für Grußkarten an internationale Kolleginnen und Kollegen.
  • Sogar kleine personalisierte Gedichte oder Bildkarten für Kinder.

In meinen Beiträgen zu KI-Prompts für Studium und Beruf und zu Future Skills habe ich immer wieder betont: KI ist dann besonders stark, wenn Menschen sie gezielt einsetzen. Beispielsweise als kreativen Sparringspartner, nicht als Ersatz für echtes Nachdenken.

Übertragen auf Weihnachten heißt das:

  • Eine KI kann helfen, einen Weihnachtsbrief zu strukturieren – aber den persönlichen Ton geben nur Sie.
  • Ein generiertes Bild kann eine Karte schmücken – aber die warme, echte Nachricht dahinter kommt von Ihnen.
  • Eine KI kann Ideen für Rituale liefern – wichtiger jedoch ist, zu entscheiden was zur eigenen Familie passt.

Digitale Resilienz: Zwischen Krisen, Katastrophen und Besinnlichkeit

Wer meinen Blog verfolgt, kennt vielleicht auch meine Leidenschaft für Katastrophenschutz und Resilienz. Beispielsweise das Forschungsprojekt KOKA – Kompetenzorientierung im Katastrophenschutz oder das Planspiel „Einsatz in Grimhausen“, das Hochwasserszenarien simuliert.

Warum erwähne ich das in einem Weihnachtsbeitrag?

Weil mir 2025 eines deutlich gezeigt hat: Unsere zunehmende digitale Vernetzung macht uns in vielen Situationen handlungsfähiger und gleichzeitig auch verletzlicher, wenn beispielsweise Strom, Netze oder Plattformen ausfallen.

Digitale Resilienz bedeutet nicht nur, Backups und Powerbanks zu haben, sondern auch:

  • analoge Alternativen zu kennen (z. B. klassische Kontaktlisten, Notfallpläne),
  • Szenarien durchgespielt zu haben (im Kleinen zu Hause, im Großen in Organisationen),
  • und immer wieder zu fragen: Was passiert, wenn das Digitale mal nicht verfügbar ist?

Vielleicht ist Weihnachten sogar ein guter Anlass, einmal ganz bewusst inne zu halten und nachzudenken:

  • Wie können wir uns erreichen, wenn das Telefonnetz ausfällt?
  • Wissen alle in der Familie oder auch in der Organisation, wo wichtige Informationen analog hinterlegt sind?
  • Welche Rituale bzw. Prozesse haben wir, die auch ohne Technik funktionieren?

Wie ich persönlich 2025 mit „Weihnachten digital” umgehe

Für mich persönlich hat sich im Vergleich zu 2024 vor allem eines verändert. Ich bin strenger damit geworden, wann und wo ich digitale Tools zulasse und wann eben nicht.

  • Ich nutze KI sehr bewusst als Assistenzsystem, auch in der Vorbereitung von Lehrveranstaltungen und in Forschungsprojekten.
  • Ich automatisiere im Smart Home, was wirklich Sinn ergibt zum Beispiel zur Energieeinsparung oder zur Sicherheit.
  • Ich versuche gleichzeitig, Räume zu schaffen, in denen das Digitale bewusst Pause hat. Und das gerade an Weihnachten.

Und falls Sie denken, ich habe den perfekten Zustand, … nein, den habe ich noch lange nicht. Geht auch gar nicht, denn das ist mehr ein laufender Prozess. Aber vielleicht ist genau das der Kern der digitalen Transformation: Nicht die Technik entscheidet, sondern wir Menschen mit all unseren Widersprüchen, Gewohnheiten und auch Lernkurven die wir über die Zeit weiterentwickeln. Und die Entscheidungen sind nicht einmalig, sondern müssen immer wieder hinterfragt, evaluiert und neu getroffen werden.

Fundierte Hintergründe zu diesem Themenbereich finden Sie auf der Hub-Seite: Digitalisierung der Bauwirtschaft.

Und nun?

Gerade in der Bau- und Immobilienwirtschaft zeigt sich, wie stark digitale Systeme inzwischen unseren Alltag prägen. Zum Beispiel vom energieeffizienten Wohnen bis zur smarten Infrastruktur. Weihnachten 2025 ist digitaler als je zuvor und am Ende hoffentlich auch bewusster. Viele Menschen spüren, dass Technik nicht nur Möglichkeiten eröffnet, sondern auch neue Abhängigkeiten schafft. Für mich ist die wichtige Frage in diesem und auch im kommenden Jahr:

Wie sollten wir digitale Technologien nutzen,
damit sie Beziehungen stärken,
anstatt sie zu ersetzen?

Wenn wir es schaffen, Weihnachten als Moment der Reflexion zu nutzen und zwar über unser digitales Leben, unsere Gebäude, unsere Arbeit und unsere Lernwelten, dann ist „Weihnachten digital” mehr als nur ein Buzzword das bei Google trendet. Dann wird es zu einem Anlass, über die Zukunft nachzudenken, die wir bauen wollen und in der wir leben möchten.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes, bewusstes und, im besten Sinne, digital gut dosiertes Weihnachtsfest 2025. Wenn Sie mögen, schreiben Sie gern, wie sich Ihr eigenes Weihnachten in den letzten Jahren durch die Digitalisierung verändert hat. Würde mich sehr freuen.

Weihnachten Digital als Kindle e-book lesen

Wenn Sie sich für Themen aus diesem Beitrag interessieren, dann schauen Sie in die verschiedenen Beiträge auf BauVolution rein zu Digitale Transformation >>, Künstliche Intelligenz >>, Katastrophenschutz und Resilienz >>, 3D-Druck im Bauwesen >>, Exoskelette im Bauwesen >>.

Und wer sich etwas die Zeit bis Weihnachten vertreiben will, der findet bestimmt etwas beim Google Santa Tracker (auf englisch).

Schlagwörter: Weihnachten digital, digitale Transformation, KI im Alltag, Smart Home, digitale Resilienz, Weihnachtsgeschichte, Weihnachten 2025, Weihnachten Trends 2025

Diesen Beitrag zitieren: Karl, C. [Christian K. Karl]. (2025). Weihnachten digital 2025: Was sich seit meiner letzten Weihnachtsgeschichte verändert hat [Blog-Beitrag]. 17.12.2025. BauVolution, ISSN 2942-9145. online verfügbar

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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